Unser Hof: Ein geschlossener Kreislauf
Neben der Zucht und Direktvermarktung betreiben wir außerdem auf 100 ha Ökologischen Landbau sowie eine kleine Waldwirtschaft im Einklang mit der Natur.
Als ökologischer Landbau wird eine besonders umweltverträgliche Arbeitsweise in der Landwirtschaft bezeichnet. Wichtigstes Prinzip im ökologischen Landbau ist, dass Pflanzenbau und Tierhaltung miteinander verbunden sind. ein Teil der Pflanzen dient als Viehfutter, und der Dung aus der Viehhaltung dient als Nährstoff für die Pflanzen. Es werden nur so viele Tiere gehalten, das dieser Kreislauf im Gleichgewicht bleibt.
Beim Anbau von Pflanzen wird auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet. Auch sogenannter Kunstdünger wird nicht verwendet. Stattdessen wird zum Beispiel Dung verwendet. Oder es werden Pflanzen wie Klee angebaut. Sie helfen dem Boden zum Beispiel Stickstoffe anzusammeln.
Außerdem ist vorgeschrieben, das Tiere artgerecht gehalten werden. Sie müssen Platz, Licht und frische Luft sowie ausreichen Auslauf im Freien bekommen. In unserem Fall sind unsere Tiere von März bis November auf der Weide, eingeteilt in mehrere Gruppen um nur so viel Tiere auf der Weide zu haben wie auch Futter nachwächst.
Ackerbau – Kraftvolles Futter aus eigener Hand
Auf unseren Ackerflächen kultivieren wir eine abwechslungsreiche Fruchtfolge aus Hafer, Triticale, Sommergerste und Kleegras. Dabei setzen wir auf Sorten, die optimal an unsere regionalen Bodenverhältnisse angepasst sind. Das Kleegras spielt dabei eine Schlüsselrolle: Es dient nicht nur als hochwertiges Futter, sondern ist unser natürlicher „Düngerproduzent“, indem es wertvollen Stickstoff im Boden bindet.
Das geerntete Getreide wird direkt bei uns am Hof sowie in einem benachbarten Partnerbetrieb als Futtergetreide veredelt. So stellen wir sicher, dass nur das Beste im Trog landet. Auch das Stroh ist für uns kein Abfallprodukt, sondern ein kostbares Gut: Es dient im Winter in unserem Tieflaufstall als kuschelige Einstreu und kehrt später als wertvoller Mist wieder zurück auf die Felder – ein perfekter Kreislauf, der den Boden lebendig hält.
Grünland – Die Apotheke unserer Tiere
Unser Grünland ist das Herzstück der Sommerfütterung. Alle Flächen, die nicht direkt von unseren Tieren beweidet werden, nutzen wir zur Gewinnung von hochwertigen Vorräten für die kalte Jahreszeit. Wir erzeugen mit viel Fingerspitzengefühl Heu, Grassilage und Grummet (den gehaltvollen zweiten Schnitt).
Durch eine späte Mahd und den Verzicht auf Kunstdünger fördern wir eine bunte Artenvielfalt an Gräsern und Kräutern. Das schmeckt man nicht nur, das tut den Tieren auch gut. Im Winter füttern wir unsere Herde ausschließlich mit diesen eigenen Erzeugnissen. Wir wissen also bei jedem Bissen ganz genau, was drinsteckt: 100 % Natur aus der Region.
Wald – Unser grüner Energiespeicher
Ergänzt wird unser Betrieb durch eine sorgsam gepflegte Waldwirtschaft. Für uns ist der Wald mehr als nur eine Holzquelle; er ist ein wichtiger Rückzugsort für die Fauna und ein natürlicher Klimaschützer. Wir bewirtschaften ihn nach dem Prinzip der Plenterwirtschaft, entnehmen also nur so viel, wie der Wald auch verkraften kann.
Das anfallende Restholz nutzen wir zur CO2-neutralen Brennholzerzeugung für den eigenen Bedarf. Besonders schöne Stämme vermarkten wir gelegentlich über die Waldbauernvereinigung. So bleibt der Wald stabil, gesund und kann auch für kommende Generationen seine Schutzfunktion erfüllen.
Jagd – Im Einklang mit der Natur
Ein gesunder Wald und eine vitale Landwirtschaft funktionieren nur im Zusammenspiel mit einer verantwortungsvollen Bejagung. Deshalb wird die Jagd auf unseren Flächen von zwei erfahrenen Jägern ausgeübt, die unser Konzept der Nachhaltigkeit teilen.
Dabei geht es uns nicht um die bloße Erlegung von Wild, sondern um ein ökologisches Wildmanagement. Durch eine selektive und ruhebetonte Jagd sorgen wir dafür, dass die Wildbestände im Einklang mit ihrem Lebensraum bleiben. Das schützt insbesondere unsere jungen Waldbestände vor zu hohem Verbiss und sichert die natürliche Verjüngung des Waldes. So schließt sich auch hier der Kreis: Wir gewinnen ein hochwertiges, regionales Lebensmittel direkt aus der Natur und fördern gleichzeitig die Artenvielfalt und die Gesundheit unserer Kulturlandschaft.